Teilzeitgöttins einfaches Weihnachtsessen: Der Plan

Ich liebe Weihnachten. Doch der ganze Stress, den sich so viele Leute zu den Feiertagen machen, ist mir zuwider. Mein Weihnachtsessen bildet daher das ab, was mir an Weihnachten wirklich wichtig ist: Zeit mit der Familie, gutes Essen und Genuss.

Natürlich ist auch mein Weihnachtsessen nicht ohne Zeitaufwand auf den Tisch zu bringen. Doch die richtigen Gerichte zusammen mit einem guten Plan vereinfachen das Kochen zum Fest enorm: Man weiß, wann welcher Arbeitsschritt ansteht, welche Vorbereitungen getroffen werden müssen, und wenn dann die einzelnen Gerichte im Ofen sind, hat man genug Zeit, vorzuarbeiten. Die vielgehasste Hektik bleibt so aus, und man erledigt einfach eine Arbeit nach der anderen, bis das Essen auf dem Tisch steht. Und hierzu muss man wirklich kein Experte in der Küche sein. Und natürlich schmeckt dieses Menü nicht nur zu Weihnachten, sondern auch zu jeder anderen festlichen Gelegenheit.

Das Weihnachtsessen:

Die jeweiligen Rezepte findest Du hinter den Links.

 

Einkauf und Vorbereitungen fürs Weihnachtsessen

 

Erledige die Einkäufe zum Fest rechtzeitig und entgehe so dem schlimmsten Andrang in den Supermärkten. Die Zutaten lassen sich im Kühlschrank oder Tiefkühler gut eine Weile aufheben.

 

Einkaufsliste (für ein Festessen für 6-8 Personen):

2 Enten, je ca. 2 kg

1 kg Hähnchenflügel oder -schenkel

ca. 100 g geräucherten Speck

1/2 Stangensellerie

1 kg Rote Beete

2 kg Möhren

500 g Pastinaken

2 Zwiebeln

3 Bio-Clementinen

3 kg Kartoffeln, mehlig kochend

ca. 100 g Butter

1-2 Knoblauchzehen

350 g Butter

Olivenöl

Honig

Balsamico- und Weißwein-Essig

Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Cumin (Kreuzkümmel)

Rosmarin, Oregano, Thymian, Lorbeerblätter (frisch oder getrocknet)

Sternanis, Pimentkörner (optional)

100 g Zartbitterschokolade

1100 ml Schlagsahne

350 ml Milch

8 Eigelb

125 g Zucker

40 g Kakaopulver

1 Fertig-Schokoladenkuchen

1 Glas Schattenmorellen

1 Tasse Kirschlikör oder -saft

Kirschmarmelade

etwas Schokolade zum Dekorieren

 

Als erstes bereitest Du die Bratensauce zu. Diese kannst Du problemlos einfrieren und am Vortag des Festes auftauen. Dann kannst Du dem großen Tag deutlich entspannter entgegen sehen, denn einen Gutteil der Arbeit hast Du bereits erledigt.

Am Vorabend

Mit noch einigen Vorbereitungsschritten wird der Streß am kommenden Tag noch geringer. Erstens: Nimm die Enten aus dem Tiefkühler, sofern Du sie eingefroren hast. Halb aufgetaute Enten kannst Du am nächsten Tag nicht brauchen. Auch die Bratensauce kommt aus dem Tiefkühler. Anschließend bereitest Du den Trifle vor, und zwar mit allen Bestandteilen außer der Schlagsahne. Die Sahne kommt besser erst am Festtag auf das Dessert. Doch der selbstgemachte Schokoladenpudding muss ein paar Stunden kalt stehen, und am Festtag selbst würde das Dein Arbeitspensum nur unnötig vergrößern.

Am Festtag

Für den Tag des Festessens habe ich einen Ablaufplan erstellt, der Vorbereitungs- und Ofenzeiten möglichst optimal kombiniert. Der Plan ist zudem darauf ausgerichtet, dass man zum einen mehrere Gäste hat (und entsprechend größere Mengen zubereiten muss), zum anderen aber nur einen Ofen, in dem Ente, Kartoffeln und Gemüse nur nacheinander zubereitet werden können. Bewirtest Du weniger Leute oder hast einen zweiten Ofen, kannst Du den Plan entsprechend anpassen und verkürzen.

Ich habe den Plan ausgedruckt und an meinen Küchenschrank gehängt. Läufst Du immer wieder zum Nachsehen an den PC, kann der Zeitvorteil schnell wieder dahin sein.

Zeitplan fürs Weihnachtsessen:

Butter aus dem Kühlschrank nehmen!

0:00     Sahne schlagen und auf Trifle geben, mit Schokosplittern garnieren. Ofen auf 220°C vorheizen.

0:20     250 g Butter mit Kräutern, Pfeffer, geriebenen Zesten einer halben Zitrone oder Clementine und Muskatnuss verkneten. Haut der Enten mit EL lösen. Butter hineindrücken und verteilen. Evtl. Haut feststecken. Mit je 1 halbierten Clementine füllen. Ente in vorgeheizten Ofen schieben, auf 180°C runter drehen. 40 min/kg +20 min.

0:50     Rote Beete stückeln, 20 min in etwas Wasser garen. Möhren und Pastinaken stückeln, in etwas Wasser 10 min garen. Weitere Zutaten bereitstellen. Kartoffeln schälen, ggf. halbieren, abspülen. In kaltem  Salzwasser aufsetzen, aufkochen, 10 min garen.

Gemüse mit Zutaten vermengen: (je + Olivenöl, Salz, Pfeffer)

–          Pastinaken: Weißweinessig, Thymian, Honig

–          Möhren: Clementinensaft+Zesten, Rosmarin, Cumin

–          Rote Beete: Balsamico, Oregano

Zusammen in Auflaufform geben, beiseite stellen.

Kartoffeln abgießen, trocken dampfen lassen. Im Sieb durchschütteln.

In Bräter geben, Butter, Salz und Pfeffer dazugeben, umrühren. Beiseite stellen.

2:30     Ente aus dem Ofen nehmen, mit Alufolie abdecken, ruhen lassen. Kartoffeln in den Ofen schieben. Etwas Fett aus dem Ofenbräter abschöpfen, Sud in einen Topf geben. Gehackten Rosmarin, geriebenen Knoblauch und Essig verrühren.

3:00     Kartoffeln aus dem Ofen nehmen. Kartoffeln flachdrücken, Rosmarin-Knoblauch-Mischung darauf verteilen. Zurück in den Ofen.

3:30     Kartoffeln fertig. Mit Alufolie und Handtüchern zum Warmhalten bedecken. Gemüse in den Ofen. Vorbereitete Bratensauce zum Bratensud geben, erhitzen, evtl. binden, abschmecken.

4:20     Gemüse fertig. Anrichten.

Stefanie Norden