Saugroboter im Test: Der Dirt Devil Spider

Saugroboter im Test: Der Dirt Devil Spider

Saugroboter sind eine verlockende Angelegenheit. Ein Roboter, der alleine und selbstständig die Wohnung saugt, während ich entspanne? (Oder wahrscheinlich: während ich arbeite) Super Sache, denn ich hasse Staubsaugen. Doch was ist dran an diesen Wunderwerken der Technik? Und muss man wirklich erst sein Auto verpfänden, um sich so ein Gerät leisten zu können?

Die bunte Welt der Saugroboter

Irgendwann packte mich also der Gedanke: Ich will auch so ein Ding. Mal schauen, ob sie was taugen. Also flugs zu Amazon und mal herumstöbern. Schnell bemerkte ich ein häufiges Muster: Je besser die Kundenbewertungen waren, desto schwindelerregender war der Preis. Wenn ich für den Preis eines Saugroboters einen High-End-Laptop bekomme, sauge ich lieber selbst. Klar.

Doch dann stolperte ich über ein Exemplar, das gute Bewertungen hatte und für dessen Bezahlung man keine Niere verkaufen musste: Der Dirt Devil M607 Spider*. Kostenpunkt (im Herbst): knapp 99 €, inzwischen nur noch 89 €. Mein Geburtstag stand vor der Tür, und meine Mutter suchte sicher ein Geschenk. Perfekt.

Eigenschaften des Dirt Devil Spider

Saugroboter im Test: Der Dirt Devil SpiderFolgendes bringt der Saugroboter mit:

  • Betriebsdauer: ca. 60 Min.
  • Akku-Ladedauer: ca. 4 Stunden
  • Reinigungsmodus in 3 Programmen
  • 3 Fallsensoren einstellbar
  • austauschbare Rundbesen
  • Staubbehältervolumen ca. 0,27 l
  • Ersatzrundbesen und Ersatzfilter

Der Saugroboter geht so vor, dass er zunächst zufällige Bahnen fährt (jeweils immer, bis er auf ein Hindernis stößt), danach einen sich vergrößernden Kreis zieht und anschließend die Kanten des Raums abfährt. Die Rundbesen sind abnehmbar und dienen dem Reinigen von glatten Böden. Das ganze Gerät ist ca. 7 cm hoch und reinigt so also auch unter Möbeln. Auf dem Gerät finden sich Leuchten für das Laden des Akku, Volumen des Staubbehälters sowie eine Warnleuchte, sollte der Akku zur Neige gehen. Der Saugroboter hat keine Ladestation, sondern muss manuell an sein Ladekabel angeschlossen werden. Ist der Akku leer oder der Staubbehälter voll, beibt er stehen und piept.

Saugroboter im Test: Der Dirt Devil Spider

Der Dirt Devil Spider im Praxistest

Am 30. September wurde ich also freudige Besitzerin eines Saugroboters. Eines günstigen Saugroboters, aber immerhin. Wir haben viele glatte Böden, eine überschaubar große Wohnung ohne Treppen und vier Katzen. ich war gespannt, wie der Dirt Devil sich schlagen würde.

Schnell stellte ich fest, dass man dem Saugroboter die Arbeit gelegentlich erleichtern muss, damit er zur vollen Größe auflaufen kann. Rumliegende Kabel, Teppichkanten und niedrige Möbel, unter denen er steckenbleibt, sind nicht seine besten Freunde. Aber nach ein paar Probeläufen bekommt man schnell raus, welche Stellen für ihn kritisch sind. Also ja, es bedarf ein wenig Vorbereitung, den Saugroboter für sich arbeiten zu lassen. Aber seien wir ehrlich: Auch für eine Runde mit dem „normalen“ Staubsauger stellen wir Kram hoch.

Ich rate auch auf keinen Fall dazu, den „normalen“ Staubsauger abzuschaffen, denn rein von der Saugleistung kann der Kleine natürlich nicht mithalten. Hat man ewig nicht gesaugt, braucht man nicht erwarten, dass der Saugroboter sich nur einmal umdreht, und schon blitzt wieder alles. Aber, und dies ist ein großes Aber: Man braucht den Staubsauger deutlich weniger bemühen, wenn man den Saugroboter regelmäßig seine Kreise ziehen lässt.

Wir haben wie gesagt fast nur glatte Böden und einige lose, niedrigflorige Teppiche (hochflorige Teppiche kann der Dirt Devil nicht reinigen). Auf den glatten Böden arbeitet er, inklusive der Ecken und unter Möbeln, sehr gut. Auf Teppichen ist er nicht so gut. Da steht ihm seine durchschnittliche Saugkraft im Weg, und wahrscheinlich werde ich meinen manuellen Staubsauger wohl nur noch für die Teppiche bemühen. Doch wenn der Dreck noch nicht zuviel ist, kann der Roboter auch da zumindest seinen Teil beitragen.

Liegen viele Haare herum, verstopft die Saugöffnung des Staubbehälters irgendwann. Man sollte also bereit sein, hin und wieder den Behälter zu leeren, denn immerhin hat er bis dahin schon eine nette Menge an Haaren eingesammelt. Ich bin auch immer wieder erstaunt, wieviele Haare der Kleine findet. Und diese waren immer das größte Problem auf unseren Böden, und es sieht deutlich sauberer aus, seit wir den Dirt Devil im Einsatz haben.

Ich würde dazu raten, den Saugroboter nicht die ganze Wohnung saugen zu lassen, denn da würde er sich vermutlich verlaufen bzw. verzetteln. Und weder ein Akku noch sein Staubbehälter sind unendlich groß. Besser also: Einen Raum vorbereiten, Dirt Devil rein, Tür zu.

Und auch, wenn er nicht mit brutaler Gewalt gegen Hindernisse fährt, hat er doch einen gewissen Schwung drauf. Wacklige und/oder zerbrechliche Gegenstände sollten also besser in Sicherheit gebracht werden.

Zu einem Feature kann ich mangels Treppen leider nichts sagen: Der Dirt Devil besitzt drei Einstellungsmöglichkeiten, mit denen sich dunkle Böden und hohe Stufen berücksichtigen lassen. Per se fährt der Saugroboter also keine Treppe runter und zerlegt sich. Teilweise kann ich dem auf jeden Fall zustimmen, da er nicht mal die Kante unseres Wohnzimmerteppichs herunterfährt – was ich sehr praktisch finde.

Mein Fazit: Ich will meinen „Robi“ nicht mehr hergeben. Er bewirkt sicher keine Wunder, und wer viel Teppich, viele Stufen und/oder eine Riesenwohnung/-haus hat, ist vermutlich mit einem hochpreisigeren Modell besser bedient. Aber mir nimmt auch der Dirt Devil eine Menge Arbeit ab und bietet einen guten Einstieg in das Thema Saugroboter.

Wie ist Deine Erfahrung oder Meinung zum Thema Saugroboter? Schreib sie mir in die Kommentare!
(*=Affiliatelink)

Stefanie Norden

Stefanie Norden

Social-Media-Beraterin und Bloggerin. Nigella-Lawson- und Jamie-Oliver-Fan. Hat 4 Katzen. Derzeit auf LCHF-Kurs. Hasst Fensterputzen und Spinnen. Hilft gerne bei Social-Media-Kram.
Stefanie Norden

3 thoughts on “Saugroboter im Test: Der Dirt Devil Spider

  1. Der Dirt Devil Spider ist eine gute Alternative zu den teuren Modellen, denn wenn es mal richtig sauber sein soll muss man halt sowieso zum „großen“ Staubsauger greifen; das können Kobold und Co auch nicht sehr viel besser.

  2. Da hast Du recht. Und wenn es nur um die regelmäßige „Grundreinigung“ geht und man fürs Großreinemachen eh den großen Staubsauger rausholen muss, muss man für den Saugroboter kein halbes Vermögen ausgeben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.